12.09.2026, 15 Uhr / Wien Heiligenstadt
Am 12. September 2026 will die faschistische Identitäre Bewegung Österreich (IBÖ) ein “Gedenken für 1683” in Wien abhalten.
Nachdem ihre Sommer-Demo untersagt wurde und ein paar Dutzend mickrige Faschos trotzdem versuchten, am Rande Wiens eine Spontandemo abzuhalten, war die gesamte Wiener Innenstadt von antifaschistischen Demos dominiert.
Jetzt wollen es die Schmissgesichter es ein zweites Mal probieren – wir werden ihnen die Straßen unserer Stadt nicht überlassen!
Seit 2012 versucht die IBÖ durch medienwirksames Auftreten und radikale Parolen als widerständige Jugendbewegung aufzutreten und die Grenzen des Sagbaren nach rechts zu verschieben. Sie kämpft jedoch nicht gegen das herrschende System, sondern dafür und mit ihm.
Rassistische Ideologien entstehen nicht aus dem Nichts, sondern sind eng mit dem kapitalistischen Wirtschaftssystem verwoben. Während der Kapitalismus ökonomische und soziale Ungleichheiten zwischen den Menschen schafft, dient der Rassismus zu deren Verschleierung und Rechtfertigung.
Das Kapital profitiert von der Spaltung der Gesellschaft. Die herrschenden Parteien können bei aller Beteuerung von Toleranz und Diversität auch nicht darüber hinwegtäuschen, dass ihre Politik dem Erhalt des Reichtums der Wenigen dient und den Rassismus nur weiter befeuert. Schließlich sind sie es auch, die die Verantwortung für rassistische Polizeigewalt, Abschiebungen und die Befestigung der EU-Außengrenzen tragen.
Eine konsequente antifaschistische Praxis ist notwendig, um reaktionäre Gruppierungen wie die IBÖ zurückzudrängen und zu zerschlagen.
Gleichzeitig kann Antifaschismus nur erfolgreich sein, wenn er den Kampf gegen den Kapitalismus miteinschließt. Gerade in einer Zeit, in der die EU die Remigrationsfantasien der Identitären Schritt für Schritt durch das Gemeinsame Europäische Asylsystem (GEAS) durchsetzt, Aufrüstung vorantreibt und nach wie vor den Genozid in Palästina unterstützt, bleibt uns nichts anderes übrig, als einen breiten Widerstand zu organisieren!
Wir werden daher am 12. September gemeinsam auf die Straße gehen um dem faschistischen Pack erneut das wahre Gesicht unserer Stadt zu zeigen und unsere Forderung nach einer gerechteren Welt auf die Straße zu tragen! Kommt alle! Bringt eure Nachbar*innen, Kolleg*innen und Freund*innen mit!
No pasarán!
